Die 12 Apostles Region bereitet sich langsam auf die Zeit nach denn 12 Apostles vor, denn diese zerfallen ja immer mehr. So wird bereits jetzt ein Gourmet Trail angepriesen: „award winning cheese, whisky and wine. Crowd pleasing chocolate, crayfish, ice cream and strawberries“. Genau das richtige für uns GlamPackers dachten wir uns und fuhren nach der Besichtigung der London Bridge Richtung Timboon.

Gourmet Trail Map
Gemäss der Gourmet Trail Karte sollte in Timboon als erstes Timboon Fine Ice Cream zu entdecken sein. Wir fanden aber nur die Timboon Railway Shed Distillery. Ein Whisky Tasting fand dort leider gerade keines statt ist der Ort doch eher ein Restaurant mit Verkaufsraum anstelle einer Distillery. Weiter ging die Reise dann zu Berry World: „There are strawberries and then there are Timboon strawberries! Taste the legend“. Das schürte schon ziemlich hohe Erwartungen. Umso enttäuschender war dann der Anblick vor Ort. Ein unkrautüberwachsenes Erdbeerfeld zum selber pflücken. Das ist also Berry World. Nichtsdestotrotz wollten wir ein paar Erdbeeren pflücken, aber auf mehr als mickrige 370 Gramm brachten wir es definitiv nicht.

Berry World

Erdbeeren

Anschliessend suchten wir nochmals die Timboon Fine Ice Cream, fanden aber nur die Produktionsstätte und da war niemand da. Also entschieden wir uns zu G.O.R.G.E chocolates zu fahren obwohl die Schokolade als belgian style angepriesen wurde. Die Schokolade wird auf einer Farm hergestellt und schmeckte wirklich gut. Nur war es der Weg definitiv nicht wert, denn das Tasting bestand aus 4 kleinen 0.5 cm grossen Stücken und die Schokolade zum Verkauf kann auch im Supermarkt in Port Campbell gekauft werden. Trotzdem kauften wir noch ein paar Glückhormone für die weitere Reise. Nach diesem Reinfall fuhren wir zurück zu den 12 Apostles.

Gorge Chocolates

Die Idee eines Gourmet Trails ist definitiv clever, weil die Produkte alle lokal hergestellt werden. Die Anpreisung ist allerdings ziemlich amerikanisch und wohl definitiv übertrieben. Ausser bei G.O.R.G.E chocolates sahen wir keine anderen Touristen, obwohl die Tour in jedem Visitor Center empfohlen wird. Vielleicht ist der Trail aber auch einfach nur für Städter gedacht, damit sie mal etwas vom Lande und der Landwirtschaft sehen. Jeder Schweizer, der schon einmal eine Kuh gesehen hat, kann aber auf den Gourmet Trail in der 12 Apostles Region verzichten. Denn ausser Kühen und Heuballen gibt es da leider nichts zu sehen.

Ansonsten müssten wir wohl in der Schweiz in jedem Dorf einen Gourmet Trail anpreisen. In meinem Hometown Thayngen würde das dann wohl wie folgt aussehen: Frische Milch bei Max in der Ebringerstrasse und gleich nebenan verkauft Franz frische Poulets. Bei Bea am Lohningerweg gibt es ofenfrisches Brot und anschliessend Kartoffeln bei Chriggel im Hüttenleben. Weiter mit Schaffhauser Öl im Erlenhof und als Abschluss ein Wein im Bohl.

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