Mit einer, nun ja, etwas ungewöhnlichen Aktion wollen Stewardessen entgangene Gehaltszahlungen wieder reinholen: Sie posieren für einen Nacktkalender. Bis zu zehn Monate haben die Flugbegleiter der spanischen Fluggesellschaft Air Comet kein Gehalt bekommen – seit dem 22. Dezember 2009 ist die Airline insolvent, mit einer Schuldenlast von 100 Millionen Euro. Sieben Millionen davon schuldet die Fluggesellschaft ihren 605 Beschäftigten.

„Wir fordern nur unsere Rechte ein“, erklärt die Flugbegleiterin Adriana Ricardo, die mit ein paar weiteren Kolleginnen blank zog und in provokativen Posen für den Fotokalender in das Kamaraobjektiv lächelte.

Quelle: DPA/Augusto Robert-THE JET SOCIETY

In einer Auflage von 1200 Stück zum Preis von je 15 Euro ist der „Cabin Crew Calendar“ mit den ansehnlichen jungen Damen per Mail erhältlich (act.azafatas@gmail.com). Doch es geht nicht nur um ein paar Einnahmen aus dem Kalenderverkauf, es geht um öffentliche Aufmerksamkeit und letztlich „das Geld, das uns zusteht“, wie Adriana Ricardo es formuliert.

Das Madrider Verkehrsministerium entzog kurz vor Weihnachten 2009 dem hoch verschuldeten Unternehmen des spanischen Arbeitgeberpräsidenten Gerardo Díaz Ferrán (68) bis auf weiteres die Fluglizenz. Ein Londoner Gericht hatte nämlich eine Pfändung der gesamten Flotte von Air Comet angeordnet, weil das Unternehmen laut spanischen Medienberichten einen Kredit an die HSH Nordbank (Hamburg/Kiel) nicht zurückgezahlt hatte. Daraufhin stellte die Linie ihren Flugbetrieb ein.
(Via: Welt Online)

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