Der 17. März ist ein spezieller Tag für alle Iren, sich irgendwie irisch fühlenden Menschen und Guinness-Trinker. Heute ist nämlich St. Patricks Day. Der St. Patricks Day ist der Gedenktag zu Ehren des irischen Nationalheiligen St. Patrick. Der Nationalheilige war mit 16 Jahren von irischen Piraten auf die Insel entführt worden. Sechs Jahre später gelang ihm die Flucht und er kehrte 432 nach Christi als Bischof zurück, um die Inselbewohner zu bekehren. Angeblich benutzte er dreiblättrige Kleeblätter, um den Iren das römisch -katholische Konzept der Dreifaltigkeit zu erklären.

Seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts veranstalten irische Emigranten vor allem in Amerika Paraden zur Ehrung von St. Patrick. Erste Feiern zum Paddy’s Day gab es bereits 1737 in Boston und in New York fand die erste Parade 1766 statt. In Irland selbst ist der Boom der St. Patricks Day Paraden etwa in den 1970ern ausgebrochen. Die heute weltweit grössten Paraden finden in Dublin, New York, Boston, New Orleans, Chicago, Manchester und London statt. Oftmals finden die Paraden und Festivals bereits am Wochenende vor dem eigentlichen Nationalfeiertag statt, so wie vergangenen Sonntag in Boston bei strömendem Regen:

St. Patricks Day Parade 2010 in Boston (Foto: Doris Steiner)

Gefeiert wird in den traditionellen grün-weiß-orangefarbenen Landesfarben und mit dem dreiblättrigen Kleeblatt, dem irischen Nationalsymbol. Wer heute also ein Irish-Pub besucht, sollte sich entsprechend kleiden und natürlich ein Guinness trinken. Na dann Prost!

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