Nicht nur die Olympischen Spiele in Vancouver, sondern auch der Karneval in Brasilien hat heute begonnen. Ein Feuerwerk aus Farben, Glitter, Federn und Pailletten, Menschenmengen, die begeistert hunderten von Sambatänzern zuwinken – diese Bilder vom brasilianischen Karneval gehen jedes Jahr um die Welt. Tausende Touristen möchten dieses grandiose Spektakel vor Ort erleben und auch die Brasilianer fiebern den Feierlichkeiten immer wieder aufs Neue entgegen. Vom 12. bis zum 17. Februar 2010 geht es wieder los.

Die Fröhlichkeit der „Cariocas“, der Einwohner von Rio de Janeiro, steckt jeden an, der zum Karneval in die brasilianische Metropole kommt. Besonders die Parade der Sambaschulen im Sambódromo zieht die Zuschauer am Sonntag- und Montagabend in ihren Bann. Hier treten in Gruppen rund 5.000 Teilnehmer in fantasievollen Kostümen auf, und singen den Samba-Enredo ihrer jeweiligen Schule – den Karnevals-Samba schlechthin. In bestimmten Vierteln der Stadt, zum Beispiel in Ipanema, findet das bunte musikalische Treiben auch in den Straßen statt.

In São Paulo geht es ähnlich zu: Tausende Feierfreudige kommen zum Sambódromo und wohnen hier den Präsentationen der Sambaschulen mit ihrer Musik und den grandiosen Allegorien bei. Diese Paraden finden am Abend des Freitag (12.) und Samstag (13.) statt und bieten Besuchern und Zuschauern jedes Jahr etwas Neues.

In Salvador, der Hauptstadt des Bundesstaates Bahia, geht es ein wenig anders zu. Hier drängen sich Zuschauer am Straßenrand, um sich die gigantischen „Trios Elétricos“ (große und farbenfroh dekorierte LKWs mit mächtigen Lautsprechern) anzusehen, die durch Barra/Ondina und Campo Grande fahren. Die Feiern beginnen bereits eine Woche zuvor  mit dem „Pré-Carnaval“ und das gesamte Spektakel dauert hier weit länger als die offiziellen Festtage.

Im Bundesstaat Pernambuco sollten sich Besucher nicht die multikulturellen Karnevalsfeste der historischen Stadt Olinda und der Hauptstadt Recife entgehen lassen. Hier entstand der „Frevo“, einer der mitreißendsten Musikstile des Landes. Eine Woche lang tanzen Menschen in farbenprächtigen Kostümen neben großen traditionellen Puppen auf den Straßen, und zwar nicht nur zu Samba, sondern auch zum folkloristischen Maracatu. Das ist der für diesen Bundesstaat typische Musikstil mit afrikanischen Wurzeln.

Ob in diesen vier berühmten Ecken Brasiliens oder auf den traditionellen Bällen und in den Clubs des Landes – die Infrastruktur, mit der Brasilien seine Gäste empfängt, wird von Jahr zu Jahr besser. Große Hotelketten, Pousadas, Pensionen und Campingplätze bieten passende Unterkünfte für jeden Geschmack und Geldbeutel und bieten nach dem Karneval die Möglichkeit, sich von all dem Trubel zu erholen. Weitere Informationen zu Brasilien unter www.braziltour.com.

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