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	<title>travelstone.net - das online Reisemagazin &#187; Ulan Bator</title>
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	<description>Reiseberichte aus Paris, London, Florida, Los Angeles, San Francisco, Hawaii</description>
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		<title>Transsib: Ulan Bator &#8211; Peking, Zug Nr. 4</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 18:08:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte Stefan]]></category>
		<category><![CDATA[Peking]]></category>
		<category><![CDATA[Transsib]]></category>
		<category><![CDATA[transsibirische Eisenbahn]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie immer habe ich am Vorabend den Wecker gestellt, damit wir nicht verschlafen und rechtzeitig aufstehen. Da ich nur noch wenig Akku bei meinem Natel hatte und die Steckdosen mit wichtigeren Geräten besetzt waren, stellte Michael sein iPhone ebenfalls. Bei der Zeitumrechnung ist uns allerdings ein Fehler passiert. Wir standen nämlich eine Stunde zu früh [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie immer habe ich am Vorabend den Wecker gestellt, damit wir nicht verschlafen und rechtzeitig aufstehen. Da ich nur noch wenig Akku bei meinem Natel hatte und die Steckdosen mit wichtigeren Geräten besetzt waren, stellte Michael sein iPhone ebenfalls. Bei der Zeitumrechnung ist uns allerdings ein Fehler passiert. Wir standen nämlich eine Stunde zu früh auf, also um 04.30 anstatt um 05.30 Uhr. Allerdings haben wir das erst am Schluss gemerkt, nach dem wir bereits geduscht, gepackt und das Hotelpersonal geweckt hatten um endlich ein Frühstück zu erhalten.</p>
<p><a href="http://www.travelstone.net/wp-content/uploads/ulanbator_peking_transsib.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1108" title="Transsibirische Eisenbahn von Ulan Bator nach Peking" src="http://www.travelstone.net/wp-content/uploads/ulanbator_peking_transsib.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<h2>Zug Nr. 4</h2>
<p>Um 6.15 Uhr kamen dann wie vereinbart unser Guide und der Fahrer um uns zum Bahnhof zu fahren – da waren wir schon wieder müde. Am Bahnhof trafen wir auch wieder Julia und Max, sowie die Finnen und den Australier. Zum ersten Mal hatte ein Zug Verspätung und wir warteten ungeduldig bis wir endlich in den Wagen 15 des Zuges 4 von Ulan Bator nach Peking einsteigen konnten. Unser Wagen war vergleichbar mit den Früheren, allerdings gab es diesmal einen Ventilator. Bis zur Grenze hatten wir einen schön gestalteten mongolischen Speisewagen mit freundlicher Bedienung und englischer Karte. Nach dem Grenzübertritt in China wurde ein chinesischer Speisewagen angehängt.</p>
<h2>Mitreisende</h2>
<p>Die 4er Kabine Nummer 9 teilten wir uns dieses Mal mit einem Künstlerehepaar aus Marseille. Sonst kannten wir niemanden in diesem Wagen, allerdings kamen wir mit einer deutschen Familie (Olaf, Petra und Luca) ins Gespräch. Es stellte sich dann heraus, dass <a title="Olaf Schubert" href="http://www.olafschubert.de/" target="_blank">Olaf Schubert</a> ein bekannter Asienspezialist und Fotograf ist und <a title="Petra Kahl" href="http://www.kahl-verlag.de/" target="_blank">Petra Kahl</a> einen eigenen Verlag hat. So verbrachten wir einige Zeit bei ihnen im Abteil und auch die kleine Tochter hatte Freude, weil sie Personen gefunden hatte, welche ihr beim Malen halfen. Die Zeit vertrieben wir uns zudem auch noch mit einem Kartenspiel im Speisewagen mit Julia und Max.</p>
<h2>Landschaft</h2>
<p>Zu Beginn war die Zugstrecke noch ziemlich interessant, weil die Zugstrecke viele Kurven machte. So konnten wir einige interessante Bilder machen, mal von zu vorderst und dann sind wir auch durch den ganzen Zug gelaufen um vom hintersten Wagen aus nach vorne zu fotografieren. In der Gobi, die mir bislang nur als Wüste bekannt war, war es weniger interessant, denn wir fuhren durch den Steppenteil der Gobi und der war ziemlich öde. Es hatte praktisch keine Tiere, sondern nur flache, trockene Steppe und zwischendurch einmal ein paar Hügel. Immerhin war es heisses, warmes Wetter mit Sonnenschein und zeitweise wieder bis zu 38 Grad im Wagen. Nach der chinesischen Grenze änderte sich am Morgen die Landschaft und wir fuhren an Bergen und vielen Kohlekraftwerken vorbei. Die Kraftwerke sind wohl auch einer der Gründe, weshalb wir die Sonne oberhalb des Smogs nicht mehr sehen konnten.</p>
<h2>Grenzübertritt Mongolei/China</h2>
<p>Das Warten an der Grenze bei hohen Temperaturen sind wir uns mittlerweile gewöhnt. Wir erreichten die Grenze mit einer Stunde Verspätung am Abend um 20 Uhr mit 38 Grad. Die Passformalitäten waren auf beiden Seiten im Verhältnis zum letzten Mal relativ schnell erledigt. Interessant hingegen war ein Formular in chinesischer Schrift, das niemand von uns ausfüllen konnte und auch der Zugbegleiter konnte keine Hilfe bieten. Der Zöllner war zuerst verdutzt, weil wir nichts ausgefüllt hatten, nahm dann das leere Formular trotzdem mit. Die Chinesen habe eine schmalere Spurbreite bei den Schienen als die Russen und die Mongolen. Bei uns würde man einfach in einen anderen Zug umsteigen oder verstellbare Fahrgestellte benutzen. Die Chinesen wechseln aber lieber die Fahrgestelle aus und so konnten wir in einer riesigen Halle dieser Prozedur vom Wagen aus zuschauen. Gegen 2 Uhr am Morgen, nach 6 Stunden, konnten wir dann endlich weiterfahren.</p>
<h2>Ankunft in Peking</h2>
<p>Am Nachmittag um 14.10 Uhr trafen wir pünktlich in Peking ein. Als erstes kauften wir uns eine Stadtkarte und standen in die Schlange um ein U-Bahn Ticket für 2 Yuan (0.35 Franken) zu kaufen um zum Beijing Rich Hotel zu gelangen. Nun starten hier in China drei weitere interessante Erlebniswochen.</p>
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		<title>Transsib: Übernachtung im Jurtencamp</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 18:10:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte Stefan]]></category>
		<category><![CDATA[Jurten]]></category>
		<category><![CDATA[Transsib]]></category>
		<category><![CDATA[Ulan Bator]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil das warme Wasser abgestellt werden musste, gab es heute Morgen eine eiskalte Dusche und nach dem Frühstück sind wir um 10 Uhr aufgebrochen um aufs Land zu fahren. Wir fuhren mit dem Minibus und unserem Guide rund zwei Stunden von Ulan Bator in die Steppe zu den Nomaden. Die Nomaden wohnen hier in grossen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil das warme Wasser abgestellt werden musste, gab es heute Morgen eine eiskalte Dusche und nach dem Frühstück sind wir um 10 Uhr aufgebrochen um aufs Land zu fahren. Wir fuhren mit dem Minibus und unserem Guide rund zwei Stunden von Ulan Bator in die Steppe zu den Nomaden. Die Nomaden wohnen hier in grossen runden Zelten, sogenannten Jurten.</p>
<p><a href="http://www.travelstone.net/wp-content/uploads/jurten.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1101" title="Jurtencamp" src="http://www.travelstone.net/wp-content/uploads/jurten.jpg" alt="" width="500" height="336" /></a></p>
<p>Ich glaubte, dass wir bei richtigen Nomaden wohnen werden, stattdessen landeten wir in einem Touristencamp. Die Touristen übernachten in den Jurten, der Guide und der Fahrer in einer Holzhütte. Auch das Restaurant ist aus Holz und es gibt sogar ein WC-Haus im westlichen Stil. Im Camp gibt es 16 Jurten mit je 4 Betten – eigentlich wie ein Zeltplatz. Bei unserer Ankunft waren wir die einzigen Gäste.</p>
<p>Nach dem umfangreichen Mittagessen mit Salat, Suppe, Hauptgang und Dessert brachen wir mit dem Minibus auf um die Landschaft zu erkundigen. Zuerst fuhren wir zum Schildkrötenfelsen und dann weiter zu einem touristischen und unbewohnten Kloster auf einem Hügel. Dort trafen wir per Zufall wieder <a title="Julia und Max Transsib" href="http://www.travelstone.net/2010/06/24/transsib-irkutsk-ulan-bator-wagen-nr-10/">Julia und Max</a> mit denen wir im Zugabteil von Irkutsk nach Ulan Bator waren.</p>
<p>Weil es so heiss war wollten wir noch baden gehen. Der Guide führte uns zu einem Bach der hinter einem Golfplatz durch ging. Unglaublich, draussen in der Steppe wo es wenig Wasser gibt, wurde ein Golfplatz inklusive Clubhaus für Reiche gebaut. Leider führte der Bach wenig Wasser, trotzdem sprang Michael hinein und ich kühlte meine Füsse ab.</p>
<p>Danach fuhren wir zurück zum Jurtencamp wo wir wieder ein umfangreiches Essen einnahmen. Nach dem essen machte mir der Guide Hoffnung, dass wir das Fussballspiel der Schweiz im Nachbarscamp ansehen gehen können, denn die hätten einen Fernseher. So zog ich mein Schweizertrikot an und holte meine Schweizer Fahne hervor, allerdings blieb es ein Traum das Spiel zu sehen, weil das Spiel Schweiz gegen Honduras nicht das erste Spiel an diesem Tag war und im anderen Camp kein Fussball geschaut wurde. Ich habe die Schweiz unterstützt mit dem Trikot und der Fahne, an mir kann es nicht gelegen haben, dass es kein Tor gab.</p>
<p>Die Nacht in der Jurte war ziemlich heiss und so konnte ich recht schlecht schlafen, während Michael wie ein Stein schlief. Zum Frühstück gab es ein Buffet und anschliessend gingen wir reiten. Michael sass noch nie auf einem Pferd und der Pferdebesitzer glaubte wohl wir würden runterfallen. So liefen wir die erste halbe Stunde einfach nur an der Leine hinter ihm her. Wir haben ihm mehrmals versucht klar zu machen, dass wir richtig reiten möchten, aber er verstand uns nicht. Michael und ich schliefen schon fast auf dem Pferd ein. Irgendwann hat er es dann doch mal verstanden und wir konnten mit den lahmen Pferden etwas traben und galoppieren. Dann kam auch unser Guide mit einem schnellen Pferd und ich bekam dieses. Endlich machte das Reiten Spass und am Ende hatte ich sogar eine Blatter an der Hand vom festhalten am Sattel. Ich muss wohl öfters zu Hause reiten gehen.</p>
<p>Anschliessend besuchten wir noch die Jurte des Pferdebesitzers und seine Familie. Wir erhielten salzigen Milchtee, Gebäck und Joghurt, wobei der Joghurt sehr sauer war. Danach gab es wieder ein umfangreiches Mittagessen in unserem Camp. Wir hätten gerne noch mehr vom Land gesehen und wären auch bereit gewesen dem Guide und dem Fahrer noch Geld zu zahlen, doch die wollten unbedingt zurück in die Stadt. Dort sind wir in ein anderes Hotel eingezogen, weil das Hotel Undruul ja kein heisses Wasser mehr hatte. Das Zaluuchuud Hotel kostet mit 65 Dollar zwar 15 Dollar mehr pro Nacht, ist aber definitiv viel schlechter, denn das Zimmer ist dreckig und stinkt. Immerhin müssen wir nur eine Nacht hier sein, denn Morgen früh geht die Reise mit dem Zug weiter von Ulan Bator nach Peking.</p>
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		<title>Transsib: Sightseeing in Ulan Bator</title>
		<link>http://www.travelstone.net/2010/06/24/transsib-sightseeing-in-ulan-bator/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 21:55:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach zwei Tagen Zugfahrt von Irkutsk nach Ulan Bator sind wir heute Morgen kurz nach 6 Uhr in der mongolischen Hauptstadt angekommen. Am Bahnhof wurden wir wieder von einem Guide abgeholt. Unser Touristenführer spricht Deutsch und hat zwei Jahre in Deutschland studiert. Wir fuhren ins Hotel Undruul, das am Rande der Stadt liegt. Dort hätten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach zwei Tagen <a title="Irkutsk – Ulan Bator, Wagen Nr. 10" href="http://www.travelstone.net/2010/06/24/transsib-irkutsk-ulan-bator-wagen-nr-10/">Zugfahrt von Irkutsk nach Ulan Bator </a>sind wir heute Morgen kurz nach 6 Uhr in der mongolischen Hauptstadt angekommen. Am Bahnhof wurden wir wieder von einem Guide abgeholt. Unser Touristenführer spricht Deutsch und hat zwei Jahre in Deutschland studiert. Wir fuhren ins Hotel Undruul, das am Rande der Stadt liegt. Dort hätten wir uns ausruhen und frühstücken können. Allerdings gab es leider um diese Zeit noch kein Frühstück, da die Mongolen erstens nur drei Zeiten (Morgen, Mittag und Abend) kennen und nicht so früh aufstehen. Wir haben die Zeit genutzt um zu duschen und Internet zu suchen. Allerdings fanden wir nur ein sehr langsames WiFi mit einer Übertragungsrate von 3 bis 10 KB. So langsam war die Verbindung nicht mal bei uns in den Anfangszeiten und das war auch der Grund warum wir ständig die Verbindung verloren haben.</p>
<p>Um 10 Uhr haben uns dann der Guide und der Fahrer wieder abgeholt. Sie waren sehr überrascht, dass wir nichts zu essen bekamen und so haben wir kurz in einem Supermarkt angehalten und zwei Käse- und zwei normale Brötli für 2&#8217;000 Turig (1.50 Franken) gekauft. Zuerst fuhren wir zu einem Kloster und dort waren gerade die Mönche beim Gebet. Der Guide erklärte uns, dass es Rotmützen und Gelbmützen bei den Mönchen gibt, wobei die Rotmützen eine radikalere Einstellung vertreten.</p>
<p>Anschliessend besichtigten wir zwei Museen: das Kunstmuseum und das historische mongolische Museum. Weder Michael noch ich waren wirklich interessiert. Danach folgte das Mittagessen in einem typischen mongolischen Schnellimbissrestaurant. Es gab frittierte Teigtaschen mit Fleisch drin für 3000 Turig (2.30 Franken).</p>
<p>Nach dem Mittagessen folgte das dritte Museum. Es war der Sommerpalast eines früheren mongolischen Herrschers. Die Kunstgegenstände waren in etwa die Gleichen wie im historischen Museum. Danach war die Stadtbesichtigung auch schon vorbei. Keine Ahnung, warum uns nur das Kloster und die drei Museen gezeigt wurden, denn in der Innenstadt hätte es noch viele interessante Gebäude gegeben. Aber wir fuhren zurück zum Undruul Hotel um uns etwas hinzulegen und zu entspannen.</p>
<p>Zwei Stunden später wurden wir wieder abgeholt für eine mongolische Folkloreshow. Die verschiedenen Vorführungen von Tänzen, Gesängen und Akrobaten dauerten rund eine Stunde. Wir trafen da auf viele Touristen, unter anderem auf <a href="http://www.extremklettern.com/unterwegs/default.htm" target="_blank">drei Österreicher</a>, welche mit ihrem eigenen Auto in die Mongolei gefahren sind.</p>
<p>Zum Nachtessen wurden wir beim Restaurant „Mongolien BBQ“ ausgeladen. Das Restaurant ist bekannt für all you can eat für 14&#8217;000 Turig (10.70 Franken). Man kann an einem Buffet die Zutaten auswählen und nachher wird alles zusammen auf einem heissen Steingrill gekocht und anschliessend bekommt man das Essen im Teller zurück. Nach vier Gängen waren auch wir definitiv gesättigt und mussten aufgeben. Für ein Bier gingen wir noch ins Irish Pub das auch ein grosses Zelt mit Fussball live Übertragung hatte. Allgemein gibt es in Ulan Bator rund 7 grosse Public Viewing Arenen, obwohl man in der Mongolei kein Fussball spielt sind sie sehr an der WM interessiert im Gegensatz zu den Russen.</p>
<p><a href="http://www.travelstone.net/wp-content/uploads/ulanbatorbynight.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1104" title="Ulan Bator by night" src="http://www.travelstone.net/wp-content/uploads/ulanbatorbynight.jpg" alt="" width="500" height="336" /></a></p>
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		<title>Transsib: Irkutsk &#8211; Ulan Bator, Wagen Nr. 10</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 05:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Bei strömendem Regen stiegen wir in den Zug 362 von Irkutsk nach Ulan Bator um 21.30 Uhr ein. Wir waren dieses Mal im Wagen 10 und teilten das Abteil mit einer Waliserin (Julia) und einem Schotten (Max). Sie legen Wert darauf, dass sie keine Engländer sind. Beide haben ihr erstes Studienjahr hinter sich und wollen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei strömendem Regen stiegen wir in den Zug 362 von Irkutsk nach Ulan Bator um 21.30 Uhr ein. Wir waren dieses Mal im Wagen 10 und teilten das Abteil mit einer Waliserin (Julia) und einem Schotten (Max). Sie legen Wert darauf, dass sie keine Engländer sind. Beide haben ihr erstes Studienjahr hinter sich und wollen nun in den Sommerferien Russland und China entdecken. Julia spricht sogar etwas Deutsch und will im nächsten Jahr ein Auslandsemester in Deutschland absolvieren. Im gleichen Wagen waren auch wieder die Finnen, welche wir bereits bei der Zugfahrt von Moskau nach Irkutsk getroffen haben. Zudem auch noch eine Schwedin, eine Ukrainerin und ein schon etwas älterer Australier. Natürlich waren auch die 95 Hash Harriers wieder auf diesem Zug.</p>
<p><a href="http://www.travelstone.net/wp-content/uploads/transsib_irkutsk_ulanbator.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1093" title="transsib_irkutsk_ulanbator" src="http://www.travelstone.net/wp-content/uploads/transsib_irkutsk_ulanbator.jpg" alt="" width="500" height="336" /></a></p>
<p>Als wir in den Zug einstiegen waren es 32 Grad und wegen dem Regen eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Wir hofften, dass die Temperatur über die Nacht abkühlen würde, aber das war leider nicht der Fall. Weil es so heiss im Wagen war schlief ich die erste Nacht ziemlich schlecht. Am Morgen war ich schon früh wach und lief dann mal durch den Zug. Die Hash Harriers hatten einen chinesischen Wagen mit Klimaanlage und elektronischer Zeitanzeige, während wir im unklimatisierten russischen Wagen waren. Ansonsten gab es am frühen Morgen nichts zu entdecken, da alle noch schliefen und einen Speisewagen gab es dieses Mal leider auch nicht. Zudem war der Zug 362 ein Bummelzug, der praktisch an jedem Bahnhof unterwegs anhielt, oftmals nur für eine Minute.</p>
<h2>Essen im Zug</h2>
<p>Das Essen bestand wieder aus mitgebrachtem Fertigessen, das mit heissem Wasser angerührt werden konnte. Nicht gerade das beste Essen und kein Vergleich zu den Pasta Snacks von Knorr, aber als Lunch und Diner ganz in Ordnung. Zum Frühstück gab es Brot mit Käse und etwas Wurst, zwischendurch einmal noch Früchte. Wir kauften auch wieder Tee, so dass wir uns in den Tassen jeweils selber Tee machen konnten und die Tassen auch für das Trinken von unserem Wasser gebrauchen konnten.</p>
<h2>Landschaft</h2>
<p>Jede Zugstrecke hat wohl ihre typische Landschaft. Von Moskau nach Irkutsk waren es ja die Birkenwälder. Nun von Irkutsk nach Ulan Bator wurde die Landschaft viel abwechslungsreicher und offener. Zudem hatte es auch immer wieder mal Hügel und es kamen viel mehr Dörfer. Je näher wir an die Mongolei kamen, desto trockener wurde es und die Landschaft glich teilweise einer Steppe. Wo vorher grünes Gras war, war es nun eher trocken und gelb. Allerdings sahen wir immer wieder Seen und Flüsse. Im Vergleich zur ersten Strecke war es definitiv viel Abwechslungsreicher und daher interessanter.</p>
<h2>Grenzübertritt Russland/Mongolei</h2>
<p>Wir wussten ja aus dem Reiseführer, dass der Grenzübertritt mehrere Stunden dauern kann. Durch die Sonne war das Thermometer mittlerweile auf 42 Grad gestiegen. An der Grenze auf der russischen Seite stoppten wir und konnten uns dann draussen die Füsse vertreten. Allerdings konnte man da nichts machen, ausser in einem Supermarkt einkaufen und nachher in einem Café sitzen und warten. Draussen war es schlichtweg zu heiss. So spielten wir mit Julia und Max Karten. Nach den zwei Stunden mussten wir in den Wagen zurück und dann begann die Warterei bei 42 Grad im Abteil, wir durften wegen der Pass- und Zollkontrolle nicht mehr nach draussen. Das ganze Prozedere dauerte nochmals rund 2 Stunden. Wir schwitzten unglaublich und es gilt noch zu erwähnen, dass die Toiletten währen dem ganzen Grenzübertritt geschlossen blieben. Nach 4 Stunden auf der russischen Seite passierten wir endlich die Grenze und fuhren etwa 10 Minuten. Dann kam die mongolische Grenze und die Warterei ging wieder von vorne los. Insgesamt standen wir rund 7 Stunden an der Grenze. Keine Ahnung was die so lange gemacht haben, immerhin gab es keine Probleme und alle bekamen die Pässe wieder zurück.</p>
<p>Nach zwei heissen Tagen im Zug kamen wir am Morgen um 6 Uhr dann endlich in Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei an. Es war gut, hatten wir dieses Mal englisch sprechende Personen in unserem Abteil, so konnten wir uns immerhin unterhalten und Karten spielen. So verging die Zeit viel schneller.</p>
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