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	<title>travelstone.net - das online Reisemagazin &#187; Irkutsk</title>
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	<description>Reiseberichte aus Paris, London, Florida, Los Angeles, San Francisco, Hawaii</description>
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		<title>Transsib: Irkutsk &#8211; Ulan Bator, Wagen Nr. 10</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 05:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Irkutsk]]></category>
		<category><![CDATA[Transsib]]></category>
		<category><![CDATA[transsibirische Eisenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Ulan Bator]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei strömendem Regen stiegen wir in den Zug 362 von Irkutsk nach Ulan Bator um 21.30 Uhr ein. Wir waren dieses Mal im Wagen 10 und teilten das Abteil mit einer Waliserin (Julia) und einem Schotten (Max). Sie legen Wert darauf, dass sie keine Engländer sind. Beide haben ihr erstes Studienjahr hinter sich und wollen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei strömendem Regen stiegen wir in den Zug 362 von Irkutsk nach Ulan Bator um 21.30 Uhr ein. Wir waren dieses Mal im Wagen 10 und teilten das Abteil mit einer Waliserin (Julia) und einem Schotten (Max). Sie legen Wert darauf, dass sie keine Engländer sind. Beide haben ihr erstes Studienjahr hinter sich und wollen nun in den Sommerferien Russland und China entdecken. Julia spricht sogar etwas Deutsch und will im nächsten Jahr ein Auslandsemester in Deutschland absolvieren. Im gleichen Wagen waren auch wieder die Finnen, welche wir bereits bei der Zugfahrt von Moskau nach Irkutsk getroffen haben. Zudem auch noch eine Schwedin, eine Ukrainerin und ein schon etwas älterer Australier. Natürlich waren auch die 95 Hash Harriers wieder auf diesem Zug.</p>
<p><a href="http://www.travelstone.net/wp-content/uploads/transsib_irkutsk_ulanbator.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1093" title="transsib_irkutsk_ulanbator" src="http://www.travelstone.net/wp-content/uploads/transsib_irkutsk_ulanbator.jpg" alt="" width="500" height="336" /></a></p>
<p>Als wir in den Zug einstiegen waren es 32 Grad und wegen dem Regen eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Wir hofften, dass die Temperatur über die Nacht abkühlen würde, aber das war leider nicht der Fall. Weil es so heiss im Wagen war schlief ich die erste Nacht ziemlich schlecht. Am Morgen war ich schon früh wach und lief dann mal durch den Zug. Die Hash Harriers hatten einen chinesischen Wagen mit Klimaanlage und elektronischer Zeitanzeige, während wir im unklimatisierten russischen Wagen waren. Ansonsten gab es am frühen Morgen nichts zu entdecken, da alle noch schliefen und einen Speisewagen gab es dieses Mal leider auch nicht. Zudem war der Zug 362 ein Bummelzug, der praktisch an jedem Bahnhof unterwegs anhielt, oftmals nur für eine Minute.</p>
<h2>Essen im Zug</h2>
<p>Das Essen bestand wieder aus mitgebrachtem Fertigessen, das mit heissem Wasser angerührt werden konnte. Nicht gerade das beste Essen und kein Vergleich zu den Pasta Snacks von Knorr, aber als Lunch und Diner ganz in Ordnung. Zum Frühstück gab es Brot mit Käse und etwas Wurst, zwischendurch einmal noch Früchte. Wir kauften auch wieder Tee, so dass wir uns in den Tassen jeweils selber Tee machen konnten und die Tassen auch für das Trinken von unserem Wasser gebrauchen konnten.</p>
<h2>Landschaft</h2>
<p>Jede Zugstrecke hat wohl ihre typische Landschaft. Von Moskau nach Irkutsk waren es ja die Birkenwälder. Nun von Irkutsk nach Ulan Bator wurde die Landschaft viel abwechslungsreicher und offener. Zudem hatte es auch immer wieder mal Hügel und es kamen viel mehr Dörfer. Je näher wir an die Mongolei kamen, desto trockener wurde es und die Landschaft glich teilweise einer Steppe. Wo vorher grünes Gras war, war es nun eher trocken und gelb. Allerdings sahen wir immer wieder Seen und Flüsse. Im Vergleich zur ersten Strecke war es definitiv viel Abwechslungsreicher und daher interessanter.</p>
<h2>Grenzübertritt Russland/Mongolei</h2>
<p>Wir wussten ja aus dem Reiseführer, dass der Grenzübertritt mehrere Stunden dauern kann. Durch die Sonne war das Thermometer mittlerweile auf 42 Grad gestiegen. An der Grenze auf der russischen Seite stoppten wir und konnten uns dann draussen die Füsse vertreten. Allerdings konnte man da nichts machen, ausser in einem Supermarkt einkaufen und nachher in einem Café sitzen und warten. Draussen war es schlichtweg zu heiss. So spielten wir mit Julia und Max Karten. Nach den zwei Stunden mussten wir in den Wagen zurück und dann begann die Warterei bei 42 Grad im Abteil, wir durften wegen der Pass- und Zollkontrolle nicht mehr nach draussen. Das ganze Prozedere dauerte nochmals rund 2 Stunden. Wir schwitzten unglaublich und es gilt noch zu erwähnen, dass die Toiletten währen dem ganzen Grenzübertritt geschlossen blieben. Nach 4 Stunden auf der russischen Seite passierten wir endlich die Grenze und fuhren etwa 10 Minuten. Dann kam die mongolische Grenze und die Warterei ging wieder von vorne los. Insgesamt standen wir rund 7 Stunden an der Grenze. Keine Ahnung was die so lange gemacht haben, immerhin gab es keine Probleme und alle bekamen die Pässe wieder zurück.</p>
<p>Nach zwei heissen Tagen im Zug kamen wir am Morgen um 6 Uhr dann endlich in Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei an. Es war gut, hatten wir dieses Mal englisch sprechende Personen in unserem Abteil, so konnten wir uns immerhin unterhalten und Karten spielen. So verging die Zeit viel schneller.</p>
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		<title>Transsib: Adventure in Listwjanka</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 21:14:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte Stefan]]></category>
		<category><![CDATA[Irkutsk]]></category>
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		<description><![CDATA[Michael träumte schon die ganze Nacht davon rund um den Baikalsee wandern zu gehen, speziell seit ihm am Vorabend ein Tourist erzählte, dass es schöne Klippen hat. Deshalb liefen wir nach dem Frühstück in unserem Chalet zum See hinunter und wollten im Touristoffice nach Wanderkarten fragen. Allerdings war das Office noch geschlossen, obwohl es eigentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Michael träumte schon die ganze Nacht davon rund um den Baikalsee wandern zu gehen, speziell seit ihm am Vorabend ein Tourist erzählte, dass es schöne Klippen hat. Deshalb liefen wir nach dem Frühstück in unserem Chalet zum See hinunter und wollten im Touristoffice nach Wanderkarten fragen. Allerdings war das Office noch geschlossen, obwohl es eigentlich bereits seit 10 Uhr geöffnet haben sollte. Wir schauten uns am Hafen um und fragten in einem Hotel nach, aber leider blieb die Suche erfolglos. Immerhin hatte in der Zwischenzeit das Touristoffice geöffnet und wir konnten eine Wanderkarte kaufen. Im kleinen Supermarkt kauften wir auch noch eine Flasche Ice Tea und zwei Brotgebäcke.</p>
<p>Pfadfinder Michael entschied, dass wir nach Ostern zum nächsten Dorf laufen, weil wir das gemäss seiner Meinung in 3 Stunden erreichen und dann mit dem Boat zurückfahren können. Allerdings hatte es auf der Karte keinen Massstab. Nach 20 Minuten entdeckte Michael eine Abkürzung. Anstatt der Strasse zu folgen kletterten wir im Wald einen schmalen Pfad hoch und gelangten auf eine Anhöhe. Dort trafen wir ein russisches Pärchen, das sogar englisch sprach und uns mitteilte, dass der Weg zu steil sei. Michael lachte nur und meinte, die seien sich halt die Berge nicht gewöhnt und so gingen wir weiter. Wie angekündigt wurde aus dem kleinen Weg ein noch viel schmalerer Pfad und auch schon bald begann die Klettertour.</p>
<p><a href="http://www.travelstone.net/wp-content/uploads/klettertour.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1088" title="klettertour" src="http://www.travelstone.net/wp-content/uploads/klettertour.jpg" alt="" width="500" height="336" /></a></p>
<p>Wir hatten ja nur Turnschuhe, einen Rucksach mit einer Flasche Ice Tea und Gebäck sowie der Wanderkarte dabei, also perfekt ausgerüstet für eine Klettertour in den Bergen. In der Schweiz spotten wir über die Touristen mit Sandalen in den Bergen, hier sind wir genau gleich. Michael ging immer weiter, weil er an seinen Weg glaubte und wir kamen an eine Stelle als der Pfad nur noch 15 cm breit war: links die Felswand, rechts die Klippe zum See hinunter. Keine Ahnung wie ich durchgekommen bin. Auf jeden Fall habe ich Michael gewarnt, dass ich diesen Weg auf keinen Fall zurückgehen werde.</p>
<p>Er glaubte noch immer, dass nach der nächsten Bucht das lang ersehnte Dorf kommen würde, während wir durch die Felsen kletterten. Nach drei Stunden Adventure pur wetteten wir, dass auch nach der nächsten Bucht das lang ersehnte Dorf nicht komme. Ich gewann die Flasche Vodka, denn es kam definitiv nichts. Michael wollte trotzdem weitergehen, doch ich konnte ihn überzeugen, dass wir lieber den Wald hochgehen und versuchen zurückzufinden als uns noch immer weiter in die falsche Richtung zu bewegen.</p>
<p>So kämpften wir uns 700 Höhenmeter durch den steilen Wald nach oben auf die Bergkante. Von dort liefen wir durch den Wald Richtung Listwjanka. Irgendwann fanden wir sogar einen Turm und eine Strasse. Nach Stunden ohne Zivilisation begegneten wir auch noch einer Gruppe russische Touristen. Diese zeigten uns den Weg zurück ins Dorf. Ich war ziemlich froh, als wir wieder heil in Listwjanka ankamen, denn dieser Trip war doch ziemlich gefährlich und wir hatten nicht die notwendige Ausrüstung dabei.  Immerhin haben wir etwas erlebt.</p>
<p>Wir besuchten noch dem Markt, wo ich ein Souvenir für meine Freundin kaufte und wir genehmigten uns eine halbe Wassermelone. Diese assen wir anschliessend am steinigen Ufer des Baikalsees. Anschliessend gingen wir zurück ins Chalet und genossen eine kühle Dusche nach dem Abenteuer. Danach mussten wir unser Gepäck zum Hafen hinter schleppen, denn um 18.30 Uhr fuhren wir mit dem Tragflügelboot zurück nach Irkutsk. Die einstündige Fahrt kostete rund 400 Rubel (16 Franken) pro Person. Während der Fahrt lernten wir auch noch eine Lehrerin aus Schwyz kennen. Zurück in Irkutsk wurden wir abgeholt und nach einem kurzen Stopp in einem Supermarkt zum Bahnhof gebracht. Dort assen wir in einem kleinen Imbiss noch etwas, bevor wir bei plötzlich starkem Regen um 21.30 Uhr in den Zug der transsibirischen Eisenbahn von Irkutsk nach Ulan Bator einstiegen.</p>
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		<title>Transsib: Stadtbesichtigung Irkutsk</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 15:57:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte Stefan]]></category>
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		<description><![CDATA[Kur z vor 5 Uhr sind wir heute Morgen in Irkutsk nach drei Tagen im Zug mit der sibirischen Eisenbahn angekommen. Am Bahnhof wurden wir von einem Guide abgeholt und ins Hotel Empire gebracht. Unser Zimmer war noch nicht fertig, aber wir erhielten ein Anderes. So konnten wir nach der langen Zugfahrt endlich duschen gehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kur z vor 5 Uhr sind wir heute Morgen in Irkutsk nach drei Tagen im Zug mit der sibirischen Eisenbahn angekommen. Am Bahnhof wurden wir von einem Guide abgeholt und ins Hotel Empire gebracht. Unser Zimmer war noch nicht fertig, aber wir erhielten ein Anderes. So konnten wir nach der langen Zugfahrt endlich duschen gehen. Oder besser gesagt Michael ging duschen und anschliessend schlafen und ich lud die Blogartikel hoch und ging dann ebenfalls schlafen, weil ich zu müde zum Duschen war und viel lieber am Morgen dusche. Leider wird das Internet hier im Hotel pro Megabyte abgerechnet, so dass ich keine Bilder uploadete.</p>
<p><a href="http://www.travelstone.net/wp-content/uploads/boston_irkutsk.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1077" title="Stadtbesichtigung Irkutsk" src="http://www.travelstone.net/wp-content/uploads/boston_irkutsk-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nach dem Ausschlafen hatten wir um 13 Uhr eine Führung durch Irkutsk mit einer deutsch sprechenden Russin. Michael war ziemlich überrascht, dass sie so gut Deutsch sprach und auch noch einige Wörter  auf Schweizerdeutsch kannte. Sie zeigte uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Paris des Ostens, darunter zwei lokale Museen. Dank unserer Führerin erhielten wir zahlreiche Hintergrundinformationen über Irkutsk. Auch hier ist das meiste nur auf Russisch angeschrieben, weshalb wir sehr froh über die Stadtführung waren. Nach drei Stunden war die Führung zu Ende und wir waren extrem hungrig, denn wir hatten weder Frühstück noch Lunch bis zu diesem Zeitpunkt. Deshalb gingen wir zurück zur lokalen Markthalle um etwas Essbares zu finden und Fotos zu machen. Vorkoster Michael entschied sich für Pizza an einem Bäckereistand und so stillten wir unseren ersten Hunger damit.</p>
<p>Danach wanderten wir weiter durch die Strassen von Irkutsk um Fotos zu machen. Übrigens das Wetter war grossartig, Sonnenschein und über 30 Grad. Natürlich genehmigten wir uns bei diesen Temperaturen auch noch eine Glacé. Das Nachtessen nahmen in einem English Pub im Hotel Irkutsk ein, weil unsere Touristenführerin sagte, dass es dort kostenloses WiFi gibt. Das Hotel war zu Sowjet-Zeiten das einzige Hotel in dem ausländische Touristen logieren durften. Wir assen Pasta Carbonara, schauten WM und luden die Bilder ins Internet, bis der Akku unserer Netbooks den Geist aufgab.</p>
<p>Anschliessend schlenderten wir weiter durch die doch sehr schöne Stadt und entdeckten eine grosse Flusspromenade, wo wir den Sonnenuntergang  mit unseren Kameras festhielten. Danach machten wir noch ein paar Fotos vom ewigen Feuer und kehrten zum Hotel zurück. Da Michael nur 12 Kilogramm Gepäck mitgenommen hat (3 T-Shirts, 2 Hosen und ein Hemd, das er bis jetzt noch nicht getragen hatte), musste er zum ersten Mal waschen. Ich stellte dagegen fest, dass meine Sonnencreme dem Druck der Reise nachgegeben hatte und in meiner Reisetasche auslief.</p>
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		<title>Transsib: Moskau &#8211; Irkutsk</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 20:33:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte Stefan]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach zweieinhalb Tagen Sightseeing in Moskau startete nun also am Mittwochabend, 16. Juni 2010 um 21.35 Uhr das Abenteuer mit der transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Beijing. Die erste Etappe war die Strecke von Moskau nach Irkutsk. Zug Nummer 6 stand auf dem Gleis 1A im Bahnhof in Moskau bereit. Unser 4er Abteil war im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach <a href="http://www.travelstone.net/tag/moskau/">zweieinhalb Tagen Sightseeing in Moskau</a> startete nun also am Mittwochabend, 16. Juni 2010 um 21.35 Uhr das Abenteuer mit der transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Beijing. Die erste Etappe war die Strecke von Moskau nach Irkutsk. Zug Nummer 6 stand auf dem Gleis 1A im Bahnhof in Moskau bereit. Unser 4er Abteil war im hintersten Wagen. Beim betreten des Abteils war ich zuerst einmal ziemlich geschockt, obwohl ich mir keine Vorstellung von der Grösse machte. Die Kabine ist auf jeden Fall extrem klein, trotzdem passen 4 Personen inklusive Betten, Gepäckablage und einem kleinen Bistrotischen rein.</p>
<p><a href="http://www.travelstone.net/wp-content/uploads/DSC04630.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1066" title="Eisenbahnwagen Transsib" src="http://www.travelstone.net/wp-content/uploads/DSC04630.jpg" alt="" width="375" height="500" /></a></p>
<p>Michael und ich hatten die beiden oberen Betten. Unten sassen bereits zwei ältere Russen. Von unserer Wagenchefin erhielten wir eine Wolldecke, ein Kopfkissenbezug und zwei Leintücher um die sehr dünne Matratze und das schon älteren Kopfkissen anzuziehen. Beim Anziehen des Bettes erhielten wir freundliche Unterstützung der beiden Russen. Sie waren sich das reisen im Zug wohl gewöhnt. Sie deuteten mit Handzeichen, wie man die Matratze am einfachsten einpacken würde. Die erste Kommunikation war als hergestellt.</p>
<p>Es zeigte sich, dass der eine der beiden Russen ein paar Worte englisch sprach. So versuchten wir uns mit Händen und Füssen vorzustellen. Zum Glück habe ich von Nina und Anastasia noch ein Englisch – Russisch Übersetzungsbuch erhalten. So konnten wir einige Worte heraussuchen. Der englisch sprechende Russe war Kurator in einem Museum in Prim und war auf der Rückreise. Der andere Mann mit einem blauen Siemens T-Shirt sprach nichts, aber er war Eisenbahnbauer und auf der Rückreise nach Irkutsk, wie wir später herausfanden.</p>
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