Transsib: Irkutsk – Ulan Bator, Wagen Nr. 10

Bei strömendem Regen stiegen wir in den Zug 362 von Irkutsk nach Ulan Bator um 21.30 Uhr ein. Wir waren dieses Mal im Wagen 10 und teilten das Abteil mit einer Waliserin (Julia) und einem Schotten (Max). Sie legen Wert darauf, dass sie keine Engländer sind. Beide haben ihr erstes Studienjahr hinter sich und wollen nun in den Sommerferien Russland und China entdecken. Julia spricht sogar etwas Deutsch und will im nächsten Jahr ein Auslandsemester in Deutschland absolvieren. Im gleichen Wagen waren auch wieder die Finnen, welche wir bereits bei der Zugfahrt von Moskau nach Irkutsk getroffen haben. Zudem auch noch eine Schwedin, eine Ukrainerin und ein schon etwas älterer Australier. Natürlich waren auch die 95 Hash Harriers wieder auf diesem Zug.

Als wir in den Zug einstiegen waren es 32 Grad und wegen dem Regen eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Wir hofften, dass die Temperatur über die Nacht abkühlen würde, aber das war leider nicht der Fall. Weil es so heiss im Wagen war schlief ich die erste Nacht ziemlich schlecht. Am Morgen war ich schon früh wach und lief dann mal durch den Zug. Die Hash Harriers hatten einen chinesischen Wagen mit Klimaanlage und elektronischer Zeitanzeige, während wir im unklimatisierten russischen Wagen waren. Ansonsten gab es am frühen Morgen nichts zu entdecken, da alle noch schliefen und einen Speisewagen gab es dieses Mal leider auch nicht. Zudem war der Zug 362 ein Bummelzug, der praktisch an jedem Bahnhof unterwegs anhielt, oftmals nur für eine Minute.

Essen im Zug

Das Essen bestand wieder aus mitgebrachtem Fertigessen, das mit heissem Wasser angerührt werden konnte. Nicht gerade das beste Essen und kein Vergleich zu den Pasta Snacks von Knorr, aber als Lunch und Diner ganz in Ordnung. Zum Frühstück gab es Brot mit Käse und etwas Wurst, zwischendurch einmal noch Früchte. Wir kauften auch wieder Tee, so dass wir uns in den Tassen jeweils selber Tee machen konnten und die Tassen auch für das Trinken von unserem Wasser gebrauchen konnten.

Landschaft

Jede Zugstrecke hat wohl ihre typische Landschaft. Von Moskau nach Irkutsk waren es ja die Birkenwälder. Nun von Irkutsk nach Ulan Bator wurde die Landschaft viel abwechslungsreicher und offener. Zudem hatte es auch immer wieder mal Hügel und es kamen viel mehr Dörfer. Je näher wir an die Mongolei kamen, desto trockener wurde es und die Landschaft glich teilweise einer Steppe. Wo vorher grünes Gras war, war es nun eher trocken und gelb. Allerdings sahen wir immer wieder Seen und Flüsse. Im Vergleich zur ersten Strecke war es definitiv viel Abwechslungsreicher und daher interessanter.

Grenzübertritt Russland/Mongolei

Wir wussten ja aus dem Reiseführer, dass der Grenzübertritt mehrere Stunden dauern kann. Durch die Sonne war das Thermometer mittlerweile auf 42 Grad gestiegen. An der Grenze auf der russischen Seite stoppten wir und konnten uns dann draussen die Füsse vertreten. Allerdings konnte man da nichts machen, ausser in einem Supermarkt einkaufen und nachher in einem Café sitzen und warten. Draussen war es schlichtweg zu heiss. So spielten wir mit Julia und Max Karten. Nach den zwei Stunden mussten wir in den Wagen zurück und dann begann die Warterei bei 42 Grad im Abteil, wir durften wegen der Pass- und Zollkontrolle nicht mehr nach draussen. Das ganze Prozedere dauerte nochmals rund 2 Stunden. Wir schwitzten unglaublich und es gilt noch zu erwähnen, dass die Toiletten währen dem ganzen Grenzübertritt geschlossen blieben. Nach 4 Stunden auf der russischen Seite passierten wir endlich die Grenze und fuhren etwa 10 Minuten. Dann kam die mongolische Grenze und die Warterei ging wieder von vorne los. Insgesamt standen wir rund 7 Stunden an der Grenze. Keine Ahnung was die so lange gemacht haben, immerhin gab es keine Probleme und alle bekamen die Pässe wieder zurück.

Nach zwei heissen Tagen im Zug kamen wir am Morgen um 6 Uhr dann endlich in Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei an. Es war gut, hatten wir dieses Mal englisch sprechende Personen in unserem Abteil, so konnten wir uns immerhin unterhalten und Karten spielen. So verging die Zeit viel schneller.

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